| 05.06. - 12.06.2027 | |
| Doppelzimmer | € 2.595,- |
| Einbettzimmerzuschlag | € 494,- |
| Doppelzimmer (Ö1 Clubpreis) | € 2.455,- |
| Einbettzimmerzuschlag (Ö1 Clubpreis) | € 494,- |
Busreise ab/bis Wien
Reiseleitung
N/Halbpension
Teilnehmer/innen Mind. 20 bis max. 26 Personen
Nicht inkludiert: Eintritts- und Führungsgebühren
Information: http://oe1.orf.at/reisen
Achtung: Gültiger Reisepass erforderlich!
Das Reiseparadies Kastler freut sich über die Zusammenarbeit mit Ö1.
Neben der beliebten Ö1 Sendung „Ambiente – Reisen mit Ö1“ sonntagvormittags, bietet Ö1 mit dem Ö1 Katalog "Von der Kunst des Reisens“ umfangreiche Reiseinspirationen.
Einige Reisen bieten die Möglichkeit, mit ORF/Ö1 Redakteur/innen interessante Destinationen auf gänzlich neue Art und Weise kennen zu lernen.
Ö1 Club-Abonnenten reisen zu den ausgewiesenen Ö1 Club-Vorteilspreisen. (gilt auch für die Begleitperson)
„Hab ich auch das Ziel verfehlt,
kühn war doch die Fahrt.“
Hermann Hesse
Heuer jährt sich der Geburtstag von Hermann Hesse zum 150. Mal. Er zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In Werken wie Demian, Siddharta, Der Steppenwolf oder Glasperlenspiel nimmt der visionäre Dichter das unaufhaltsame Heraufkommen der Moderne in ihrer ganzen Ambivalenz in den Blick und warnt als einer der ersten vor der zunehmenden Dominanz der Technik und einem blinden Fortschrittsglauben. Angesichts der gegenwärtigen globalen Verwerfungen gewinnt sein Werk ungeahnte Aktualität und lädt zu neuen Lesarten ein. Anlass genug, sich auf einer ‚Morgenlandfahrt‘ zu den prägendsten Orten mit der Gedankenwelt des Literaturnobelpreisträgers vertraut zu machen.
Wir beginnen unsere Spurensuche in Calw, wo Hesse Kindheit und Jugend verbrachte (Stadtmuseum mit Dauerausstellung zu Leben und Werk), machen einen Abstecher ins „Literaturmuseum der Moderne“ im nahe gelegenen Marbach am Neckar (Teile des Hesse-Nachlasses), um dann über das „Hesse-Museum“ am Bodensee weiter nach Zürich zu reisen.
In Zürich empfängt uns das „Thomas-Mann-Archiv“ der ETH Zürich, wo wir wieder auf Spuren von Hesse stoßen, mit dem Mann eng befreundet war. Geplant ist weiters eine Bootsfahrt über den Zürichsee nach Küsnacht zum „Museum Haus C.G. Jung“, einem weiteren engen Vertrauten, bei dem Hesse auch in Behandlung gewesen ist. Abends erwartet uns schließlich das „Literaturhaus Zürich“ mit interessanten Zeugnissen zu Leben und Werk der bedeutendsten Schweizer Dichter. Der Tag bietet auch eine willkommene Gelegenheit, sich mit Hesses Beziehungen zur Psychoanalyse auseinanderzusetzen.
Robert Walser (1878-1956) gehört zu den rätselhaftesten Schriftstellern seiner Zeit. Grund genug, dem „Robert-Walser-Zentrum“, das sich als Kompetenz-Zentrum zu Robert Walser und Carl Seelig versteht, einen Besuch abzustatten. Das „Zentrum Paul Klee“ bietet die weltweit umfassendste Sammlung von Werken des Künstlers sowie temporäre Ausstellungen zu bedeutenden zeitgenössischen und modernen Künstler:innen.
In Lugano lernen wir auf einem Spaziergang durch die Altstadt jene Umgebung kennen, in der sich Hermann Hesse vielleicht am wohlsten gefühlt hat und wo er häufig Gäste wie Thomas Mann empfangen hat. Hier treffen wir auf die „Casa Hesse“, auch „Casa Rossa“ genannt, die zwar nicht besichtigt werden kann, aber von der Via Hermann Hesse aus einen Blick auf die Südseite des Wohnhauses und des Hanges gestattet, der Hesse zu einer Reihe von Schilderungen über seine gärtnerischen Tätigkeiten anregte. Unweit von Lugano, in Montagnola, erreichen wir die „Casa Camuzzi“, ein Palazzo mit exotischer Parkanlage, wo Hesse,nach der Trennung von seiner Familie von 1919 bis 1931 gelebt hat. In der Torre Camuzzi besichtigen wir das „Museum Hermann Hesse Montagnola“. Ein Besuch am Grab von Thomas Mann auf dem Kilchberger Friedhof nahe Lugano rundet unsere Entdeckungstour ab.
Von unserer Unterkunft in Bivio aus zieht es uns ins nahe gelegene Sils-Maria im Schweizer Engadin, wo wir im Rahmen der „Silser Hesse-Tage“ einigen Veranstaltungen, Vorträge und Diskussionen miterleben werden. Ein Querbezug zu Friedrich Nietzsche, der hier immer wieder auch längere Zeit Station gemacht hat, drängt sich geradezu auf. Das „Nietzsche-Haus“ lässt uns zumindest erahnen, in welcher Atmosphäre der Denker sein epochales Werk ersonnen hat.
Den Vormittag verbringen wir noch bei den „Silser-Hesse-Tagen“, ehe wir die Weiterfahrt nach Dornbirn antreten, wo wir bei einem geselligen Abendessen im gediegenen Katharinenhof unsere Reiseeindrücke nachwirken lassen.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zurück nach Wien.