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Ö1-Architekturreise – Pordenone und das Friaul

Pordenone
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05.05. - 09.05.2027
Doppelzimmerauf Anfrage
Einbettzimmerzuschlagauf Anfrage
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Leistungen

  • Preis und Leistungen in Ausarbeitung

Teilnehmer/innen Mind. 20 bis max. 26 Personen

Information: http://oe1.orf.at/reisen

Achtung: Gültiger Reisepass auch innerhalb der EU erforderlich!

In den Hotels in Italien wird vor Ort eine zusätzliche Touristensteuer eingehoben!

Reisen mit Ö1

Das Reiseparadies Kastler freut sich über die Zusammenarbeit mit Ö1.

Neben der beliebten Ö1 Sendung „Ambiente – Reisen mit Ö1“ sonntagvormittags, bietet Ö1 mit dem Ö1 Katalog  "Von der Kunst des Reisens“ umfangreiche Reiseinspirationen.

Einige Reisen bieten die Möglichkeit, mit ORF/Ö1 Redakteur/innen interessante Destinationen auf gänzlich neue Art und Weise kennen zu lernen.

Ö1 Club-Abonnenten reisen zu den ausgewiesenen Ö1 Club-Vorteilspreisen. (gilt auch für die Begleitperson)

Als Italiens Kulturhauptstadt 2027 zieht Pordenone Kulturinteressierte nach Friaul-Julisch Venetiens. Architektonische Hinterlassenschaften der Habsburger und der Venetianer, aber auch aus dem 20. Jahrhundert mit all seinen künstlerischen Strömungen und politischen Realitäten vermischen sich in der Stadt und ihrer Umgebung zwischen Alpenausläufern und den Hügeln des Prosecco über Ländergrenzen hinweg zu einer faszinierenden Fundgrube für Architekturliebhaber. Architekt Klaus Hagenauer führt durch die Region auf den Spuren von altem und neuem Bauen und von in verschiedenartigsten Ideologien ersonnenen Planstädten in einem einzigartigen Kulturraum.

1. TAG: Wien – Gemona – Raum Pordenone

Erstes Ziel in Italien ist Gemona del Friuli. Ihre Lage am Fuße der Julischen Voralpen war der geschichtsträchtigen Kleinstadt am Tagliamento Fluch und Segen zugleich: Wichtige Handelswege führten bereits in keltischer und römischer Zeit zu einer Besiedlung – im Mittelalter war sie strategischer Handelsknotenpunkt. 1976 wurde ihr der Boden, auf dem sie steht, jedoch zum Verhängnis: Ein Erdbeben ließ viele der alten Gemäuer in sich zusammensinken. In für die ganze Region vorbildhafter Leistung wurden jedoch alle Schäden beseitigt, und das auf einer Anhöhe über dem Ort liegende Schloss, die Reste mittelalterlicher Befestigungen rund um die Porta Udine und der romanisch-gotische Dom Santa Maria Assunta stehen da, als wäre nie etwas gewesen. 

2. TAG: Palmanova, Görz, Torviscosa – alte und neue Planstädte

Ihr neunzackiger sternförmiger Grundriss ist einzigartig und charakteristisch für die Gemeinde Palmanova. Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie von den Venezianern als militärische Planstadt errichtet. Rund um den Ort mit der zentralen sechseckigen Piazza Grande, die ihrem Namen alle Ehre macht, schließt sich ein gewaltiger Verteidigungswall. Und auch der Untergrund hat es in sich: Lange unterirdische Gänge durchziehen das Erdreich unter dem Befestigungsgürtel und sollten unter anderem als Sprengfallen eingesetzt werden. Görz, als „Nizza Österreichs“ nicht nur wegen seines Klimas, sondern auch wegen der zahlreichen Villen fest im Bewusstsein des k.u.k.-Reichs verwurzelt, wurde 1947 geteilt. Während das historische Zentrum bei Italien verblieb, wurde auf jugoslawischer Seite auf den Kriegstrümmern eine „sozialistische Planstadt“ errichtet. Rund um eine Fabrik für Kunstfasern, mit der Italien seine Abhängigkeit von Rohstoffimporten senken wollte, entstand die 1938 durch Mussolini eingeweihte faschistische Planstadt Torviscosa. Architekt Giuseppe de Min schuf an dieser Stelle ein Paradebeispiel für den italienischen Rationalismus, dessen extrem hierarchische Struktur die Machtverteilung im Ort bereits in der Architektur buchstäblich zementiert.

3. TAG: 3. Tag: Possagno – Asolo – San Vito d‘Altivole

Das beschauliche Possagno am Fuße des Monte Grappa ist Geburtsort des neoklassizistischen Bildhauers Antonio Canova. Sein Geburtshaus mit der angeschlossenen Gypsotheca und sein mächtiger Tempio Canoviano prägen das Ortsbild und sind Pilgerstätte für alle Architekturliebhaber. Asolo, die „Stadt der hundert Horizonte“, zählt zu den schönsten Orten Italiens. Die mittelalterliche Festung auf dem Monte Ricco und der fantastische Ausblick in die Dolomiten und das Prosecco untermauern diese These. Geradezu ein Design-Mausoleum hat die Witwe des Fabrikanten Giuseppe Brion nach dessen Tod errichten lassen: Designer Carlo Scarpa erbaute mit dem Tomba Brion in San Vito d’Altivole auf über 2 000 Quadratmetern eine Ikone der Postmoderne.

4. TAG: Pordenone – Casarsa della Delizia

Als Italiens Kulturhauptstadt präsentiert sich Pordenone 2027 mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen. Seine Architektur bildet den spannenden Rahmen für dieses Kulturjahr. Allen voran der im Kern romanisch-gotische Dom San Marco mit den Werken des Malers Il Pordenone aus dem frühen 16. Jahrhundert. Ein intensiver Spaziergang durch die Stadt führt gleichermaßen zu Renaissance-Palazzi mit ihren bunten Fresken wie zur Art-Nouveau-Architektur von Augusto Mior. Anschließend kann man das Kulturangebot auf eigene Faust entdecken. Alternativ steht das Centro Studi Pier Paolo Pasolini in Casarsi della Delizia auf dem Programm, das sich dem Werk des großen Dichters und Regisseurs widmet.

5. TAG: Valvasone – Wien

Bevor der Heimweg zurück nach Wien führt, bietet die Ortschaft Valvasone einen letzten kurzen Blick auf die Architekturgeschichte der Region Friaul-Julisch Venetien. Das Kastell aus dem 13. Jahrhundert diente bereits Papst Pius VI. und Napoleon Bonaparte als Unterkunft und beherbergt eines der kleinsten Theater der Welt. Stilbildend für den Ort sind neben der Chiesa del Santissimo Corpo di Cristo vor allem die vielen Portici.


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