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"Belgrad und das Altösterreichische Grenzland

Geschichte und Kultur zwischen Donau und Save

Preis pro Person ab € 1.795,-

01.05. - 06.05.2027
Preis ab 20 Personen
Doppelzimmer€ 1.795,-
Einbettzimmerzuschlag€ 319,-
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Leistungen

  • Busreise

  • Reiseleitung

  • N/Halbpension

 

Achtung: Gültiger Reisepass erforderlich! 

Reiseleitung: Dr. Andreas Rathberger-Reiter

Das „Dreiländereck“ zwischen Ungarn, Serbien und Kroatien war schon immer ein Grenz- und Begegnungsraum unterschiedlichster Reiche, Konfessionen und Lebenswelten. Als habsburgisch-osmanische „Militärgrenze“ war die Region ein Experimentierfeld für unge-wöhnliche Formen von Verwaltung und Zusammenleben, Zuflucht verschiedenster Zuwande-rer, Schauplatz permanenter Kleinkriege aber auch enger Kontakte und gegenseitiger Beein-flussung. Im Schatten der Vielvölkerstaaten entwickelten sich hier Nationalismen, welche die Herrschaft der Imperien, aber auch die historisch gewachsene Vielfalt der Region zerstören wollten. Dennoch ist das Land zwischen Donau und Save bis heute historisch und kulturell geprägt vom Neben- und Miteinander der Sprachen, Ethnien und Religionen. Kommen Sie mit in die faszinierende Region zwischen Varaždin, Belgrad und Pécs!

1. TAG: Anreise nach Pécs – Römisches und Osmanisches Erbe in Ungarn

Fahrt über Graz und Maribor nach Pécs. Am Nachmittag Besichtigung der Stadt mit ihrer vielschichtigen Prägung: Wir sehen die frühchristlich-römische Nekropole (UNESCO-Welterbe), die auf das mittelalterliche Ungarn verweisende Kathedrale St. Peter und die Gazi-Kasim-Pascha-Moschee als Erbe jahrhundertelanger osmanischer Präsenz. Nächtigung in Pécs.

2. TAG: Schlachtfeld von Mohács – Novi Sad und Peterwardein

Am Vormittag Besuch der Nationalen Gedenkstätte Mohács mit Schlachtfeld und Museum. Die Schlacht von 1526 markierte das Ende des mittelalterlichen Ungarns und den Beginn osmanischer und habsburgischer Expansion und der damit einhergehenden Umbrüche in Südost- und Zentraleuropa. Wir überqueren die Grenze nach Serbien und erreichen Novi Sad – das imperiale „Gibraltar an der Donau“ der Habsburger, Geburtsort der serbischen Natio-nalbewegung aber auch Zentrum internationaler Jugendkultur und antiautoritären Wider-stands. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt erleben wir im Schatten der mächtigen Festung Peterwardein regionaltypische Kulinarik und Gastfreundschaft in einem traditionellen Csárda-Lokal.

3. TAG: Klosterland Fruška Gora – Friedensort Karlowitz – Belgrad

Fahrt durch die bewaldeten Höhen der Fruška Gora zum Kloster Krušedol, einem Zentrum serbisch-orthodoxer Kultur und Spiritualität. In Sremski Karlovci erinnert eine Kapelle an den Frieden von Karlowitz (1699), wo einst – am runden Tisch – das Zeitalter der sog. „Türken-kriege“ diplomatisch beendet wurde. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Belgrad und erste An-näherung an die serbische Hauptstadt mit dem monumentalen Dom des Heiligen Sava. Un-ser zentral gelegenes Hotel ermöglicht Interessierten einen abendlichen Bummel durch das Bohémien- und Ausgehviertel Skadarlija.

4. TAG: Belgrad – eine Brücke zwischen Osten und Westen

Bei unserer Stadtbesichtigung erleben wir die vielen Gesichter der serbischen Hauptstadt: Prachtbauten und Boulevards der 1920er und 1930er Jahre verkörpern den Traum von Bel-grad als „jugoslawisches Paris“, während Hotelnamen und Bauten aus späteren Zeiten auf den „Großen Bruder“ Russland verweisen. Das ummauerte Altstadtviertel Kalemegdan erin-nert an die Jahrhunderte der osmanischen Herrschaft und an die Feldzüge des „edlen Rit-ters“ Prinz Eugen. Das Museumsschiff „Sava“ begann seine Karriere 1904 als österreichi-sches Donaukriegsschiff „SMS Bodrog“, diente in seiner bis 1962 (!) fortgesetzten Karriere nach dreimaliger (!) Versenkung aber auch dem Königreich Jugoslawien, dem faschistischen NDH-Staat und dem Zweiten Jugoslawien. Am Nachmittag wollen wir uns auch der Ära Titos und seinem Traum von einem Kommunistischen „Vielvölkerstaat“ widmen.

5. TAG: Vom Römischen Kaiserpalast zur Militärgrenze – Sremska Mitrovica, Županja und Varaždin

Fahrt nach Sremska Mitrovica, dem antiken Sirmium – einst eine der bedeutendsten Städte des Römischen Imperiums und sogar Kaiserresidenz – wir besichtigen die Ausgrabungen des antiken Kaiserpalastes, dessen beeindruckende Mosaike und Fußbodenheizungen heute durch einen modernen Überbau geschützt werden. Weiterfahrt über die kroatische Grenze nach Županja, wo noch heute ein alter Militärgrenzer-Wohnturm (Čardak) an die lange Zeit 1538–1878 erinnert, in der die Dörfer und Familienverbände der habsburgisch-osmanischen Grenzregion in „Regimenter“ gegliedert und teils autonom, teils militärisch verwaltet waren. Am späten Nachmittag Weiterfahrt nach Varaždin, Hotelbezug und Abendessen.

6. TAG: Varaždin – Barockes Finale und Heimreise

„Komm mit nach Varaždin, so lange noch die Rosen blüh'n!“ – die in Emmerich Kálmáns Operette „Gräfin Mariza“ besungene Barockstadt war einst Festungsstadt an der Militärgrenze und Sitz der ungarisch-kroatischen Adelsfamile Erdödy. Bei unserer Stadtbesichtigung besu-chen wir zwischen dem Schloss und den hübschen Barockpalais auch das örtliche Museum, ehe wir nach der Mittagspause die Rückkreise antreten.


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